Verlag Ostpreußen/ Bildrechte

Ladislav 26.05.2016 09:38:06
Hallo,
ich möchte gerne zwei Ansichtskarten mit ostpreußischen Motiven in einem Buch für den wissenschaftlichen Markt abdrucken und bin mir unsicher, ob ich damit das Urheberrecht verletze.
Es handelt sich um eine Karte von ca. 1910, ohne Angabe des Fotografen, aus dem Verlag Bruno Perlin, Königsberg Pr. und eine Karte um 1920, Verlag Robert Schmidts Buchhandlung, Inh. Richard Krips, Memel; Aufnahme Hermann Schultz, Königsberg Pr.

Hat jemand einen Tip, wie ich an Informationen zu den Verlagen oder zum Footgrafen komme?
Gast 29.07.2016 14:37:16
Ich glaube, bei diesen Zeiträumen kann man ein eventuelles Urheberrecht getrost vergessen. Die Fotografen und die Inhaber der Verlage dieser Zeit sind alle schon gestorben, wer sollte da noch etwas dagegen haben? Gesetzlich gibt es irgendeine Bestimmung mit 80 Jahren oder so ähnlich, wann das Urheberrecht verfällt. Außerdem bin ich der Meinung, wenn ich eine Ansichtskarte kaufe und bezahle, kann ich damit machen, was ich will, versenden, wegwerfen, sammeln oder irgendwo abbilden, das Eigentum geht ja mit meiner Bezahlung auf mich über!
No Idea 27.02.2018 19:09:25
Aber Hallo,
da freuen sich aber viele Rechtsanwälte, die darauf spezialiert sind ahnungslosen Internet usern, die fleissig alles mögliche publizieren, das Geld aus der Tasche zu ziehen. Urheberrechtsschutz bei Lichtbildern, auch Katzen-Fotos 50 Jahre ab Herstellung/Veröffentlichung. 70 Jahre Urheberechtsschutz für Lichtbildwerke ab Tod des Photographen. Dieses Urheberrecht ist auch vererbbar und übertragbar(Verwertungsrecht). Im Zweifel ist ein einfacher Strassenzug auf einer AK ein Lichtbildwerk.
Navigatix 12.06.2018 21:49:15
Gut gebrüllt Löwe aber leider falsch,
Diese Regelung gilt für die Herstellung was heisst ich darf kein Bild eines Fotografen oder Verlages nehmen und mir nichts dir nichts Ansichtskarten herstellen.
Was aber der Gesetzgeber jedem zubilligt ist folgendes: Jeder darf eine Ansichtskarte, Briefmarke, Buch usw. usw, die er selber besitzt und verkaufen möchte fotografieren oder einscannen und zum Verkauf anbieten, was man nicht darf ist ungefragt das Bild eines anderen aus dem Internet klauen und damit seine eigene Ware anpreisen.
Überleg doch mal logisch und benutze deinen Hausverstand! Wenn das so wäre wie du schreibst dann wäre die Wirtschaft und speziell die ganze wirtschaft im www zerstört denn dann dürfte keiner mehr ein Bild von seinen Gummistiefeln bei ebay einstellen weil ja irgendwann ein Fotograf die Stiefel fotografiert hat für den Neckermann Katalog, das selbe gilt für alle Artikel die im Netz angeboten werden und hast du schon mal gehört das die deutsche Post jemand abgemahnt hat weil er im Netz Briefmarken verkauft und dazu die Abbildungen hochladet? Ich jedenfalls kenne keinen einzigen Fall.
Aber anstatt dich über solchen Quatsch was die EU uns eingebrockt hat wichtig zu machen solltest du dich lieber über die wirklich wichtigen Dinge kümmern, nämlich deine eigenen, den du hast nur ein Leben, also nutze es für dich....